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Woher kommen wir, wohin gehen wir, sind wir allein? ‒ Antworten von der Kometensonde Rosetta

Conférence Public-cible: Ouvert au grand public
Nach mehr als 12 Jahren ist Ende September 2016 die Raumsonde Rosetta auf dem Kometen mehr oder weniger sanft gelandet. Wie wissen wir nicht und werden es auch nie wissen. Da- mit ging die wohl spannendste Weltraummission der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte dramatisch zu Ende. Die Sonde hat Milliarden von Kilometern zurückgelegt, nur um einen klei- nen, schwarzen Brocken von 4 Kilometer Durchmesser namens Churyumov-Gerasimenko zu studieren. Die Ergebnisse dieser Mission, insbesondere vom Berner Instrument Rosina schei- nen nun die Investitionen und die lange Zeit des Wartens mehr als zu rechtfertigen. Im Vortrag werde ich zeigen, woher eigentlich Material kommt, aus dem unser Sonnensystem, die Erde und auch wir gebildet wurden. Kometen dienen dabei als Zeugen unserer Vergangenheit. Viele der entdeckten Moleküle gehen zurück auf die Zeit vor unserem Sonnensystem. Zusammen mit Beobachtungen der Gross-Teleskope der neuesten Generation können wir die chemischen Vorgänge im Universum weit zurückverfolgen. Resultate von Rosetta ändern und vervoll- ständigen unser Bild von den Mechanismen bei der Entstehung des Sonnensystems und der Erde und zeigen uns, wie Leben auf der Erde und anderswo entstehen kann.
Kathrin Altwegg geboren am 11.12.1951 wollte ursprünglich Archäologin werden. Nach der Matura 1970 am Gymnasium in Solothurn nahm sie als einzige Frau ihres Jahrganges das Studium der Physik an der Universität Basel auf. 1980 doktorierte sie in Basel bei der Physik- professorin Iris Zschokke. Nach zwei Jahren in New York wurde sie 1982 an der Universität Bern Assistentin im Bereich Weltraum- forschung und Planetologie. 1996 vollendete sie ihre Habilitation im Bereich Sonnensystem. Im selben Jahr wurde sie Chefin des Projekts Rosina, das die Erforschung des Kometen Churyumov-Gerasimenko zum Ziel hat. Das Projekt umfasst mehrere Instrumente, die in die Sonde Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation eingebaut wurden. Als assoziierte Professorin an der Universität Bern ist Frau Altwegg Projektleiterin des Massenspektrometers Rosina und ehemalige Direktorin des Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern.
Quand?
28.03.2019 20:15
Où?
Site PER 10 / Salle Grosser Hörsaal der Chemie
Chemin du Musée 9, 1700 Fribourg
Organisation
Hansruedi Völkle
hansruedi.voelkle@unifr.ch
Intervenants
Prof. Dr. Kathrin Altwegg, Physikalisches Institut der Universität Bern