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MAI

Entwicklung = Zukunft + Angst/Hoffnung? Konturen spätmoderner Kindheit zwischen Präventierung und Optimierung

Vortrag
Spezialisiert / Akademisch
14.05.2019 17:15 - 18:45
Präsenzveranstaltung

Kindheit erscheint in der Kultur der Spätmoderne zunehmend als ein von
umfassenden Ängsten und Hoffnungen sowie mannigfaltigen Unsicherheiten
strukturiertes Phänomen. Sogenannte Helikoptereltern wie auch
mahnende Expert*innen der Entwicklungsverzögerungen und Frühförderungen
sind nur die signifikantesten Ausdrücke davon. In diesem Zusammenhang
ist die zentrale These des Vortrags, dass Kindheit als Entwicklungskindheit
jedoch bereits seit dem 18. Jahrhundert sowohl präventierenden
als auch optimierenden Diskursen und Praktiken unterliegt. Da im
Laufe der Moderne neben pädagogisch-idealistischen Normen und wissenschaftlich-
empirischen Normalitäten von Entwicklung zunehmend
entgrenzte Vorstellungen dominant werden, kommt es zudem – so die
Vortragsthese weiter – zu einer enormen Zunahme präventivierender und
optimierender Diskurse und Praktiken. Am Beispiel des Aufstiegs des
psychologischen und pädagogischen Kompetenz-Konzepts sowie entsprechender
Übungen, Dokumentations- und Evaluierungspraktiken für Kindergärten,
werden abschließend die Fallstricke entgrenzter Entwicklungskonzeptionen
zwischen Präventierung und Optimierung aufgezeigt.
Wann?
14.05.2019 17:15 - 18:45
Wo?
Standort RM / Raum S-1.133
Rue P.A. de Faucigny 2, 1700 Fribourg
Organisation
Universitäres Zentrum für Frühkindliche Bildung Fribourg (ZeFF)
Alex Knoll
alex.knoll@unifr.ch
Vortragende / Mitwirkende
Christoph T. Burmeister
Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Vergleichende Kultursoziologie

Gastvortrag im Rahmen der Reihe Freiburger Abendvorträge zur frühkindlichen Bildung, organisiert durch das Universitäre Zentrum für Frühkindliche Bildung Fribourg (ZeFF)