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Die Demokratie in den USA 250 Jahre später (Volker Depkat, Universität Regensburg)
Öffentliche Vorlesung
Breite Öffentlichkeit
03.11.2026 17:15 - 19:00
Präsenzveranstaltung
Die Gründerväter der USA wollten eine Republik und keine Demokratie. Dennoch sind die USA heute ein viel demokratischeres Land, als die amerikanischen Revolutionäre es sich in ihren kühnsten Träumen – oder auch Albträumen – vorzustellen vermochten. Gleichzeitig scheinen sich in der Gegenwart einige der schlimmsten Ängste, die sich im revolutionären Amerika mit dem Begriff Demokratie verbanden, zu erfüllen. Der Vortrag wird zunächst die politische Vorstellungswelt der US-Gründerväter umreißen, dann den konfliktgeladenen und populismusgetriebenen Prozess der Demokratisierung der amerikanischen Republik nachzeichnen und schließlich die Dialektik von Emanzipation und neuen Formen der Unterdrückung erörtern. Ziel ist es, die Gegenwart des Trump-Amerika im Kontext der illiberalen Traditionen der amerikanischen Demokratie zu reflektieren und das autoritäre Potential liberaler Demokratie unter den Bedingungen gesellschaftlicher Polarisierung freizulegen. (Volker Depkat , Universität Regensburg)
Wann?
03.11.2026 17:15 - 19:00
Wo?
Organisation
Departement für Geschichte | Departement für Zeitgeschichte
Vitus Huber, Thomas Lau, Damir Skenderovic
nicolas.blumenthal@unifr.ch
Av. de l'Europe 20
1700 Fribourg
Vitus Huber, Thomas Lau, Damir Skenderovic
nicolas.blumenthal@unifr.ch
Av. de l'Europe 20
1700 Fribourg
Vortragende / Mitwirkende
Prof. Volker Depkat (Universität Regensburg)
REIHE von Veranstaltungen:
Ringvorlesung «Demokratie unter Druck. Beginnt ein autoritäres Zeitalter?»
Die Ringvorlesung bezieht sich auf den diesjährigen 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA, also der ältesten bestehenden Demokratie. Was eigentlich ein Grund zum Feiern wäre, bedenkt man all die Errungenschaften, die mit demokratischen Kontexten verbunden werden. Die aktuelle Regierung attackiert die demokratischen Werte und Institutionen derzeit allerdings systematisch. Zudem zeigt der globale Trend, dass autoritäre Ideen und autokratische Regime auf dem Vormarsch sind. Neben destruktiven inneren Kräften kommen Demokratien zusätzlich durch äussere Umstände unter Druck: Während die bewusst verlangsamten Prozesse demokratischer Abläufe zu Stabilität, Verantwortbarkeit und Rechtssicherheit beitragen, stossen sie im Zuge des digitalen Wandels, der durch beschleunigte Kommunikationsdynamiken und den zunehmenden Regulationsbedarf im Bereich der generativen KI geprägt ist, an ihre Grenzen. Auch globale Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Ungleichheiten, Pandemien, Migration usw. erfordern raschere supranationale Lösungen. Eine historische Einordnung und interdisziplinäre Bestandsaufnahme zu Demokratien ‚unter Druck‘ erscheinen daher angebracht.
Das Konzept der Ringvorlesung folgt deshalb einem dialektischen Ansatz: Zum einen werden die historischen Erfahrungen sowohl mit multiplen Krisen wie auch mit dem Innovationspotenzial demokratischer Gesellschaften beleuchtet. Zum anderen werden die auf Gegenwart und Zukunft ausgerichteten Fragen, etwa wie stabil und resilient Demokratien aufgestellt sind und welche Errungenschaften durch autoritäre Alternativen bedroht wären, analysiert. Eine entsprechende aktualitätsbezogene Reflexion dürfte helfen, dass die Studierenden und erweiterte Hörerschaft ein historisch fundiertes und sachlich informiertes Bild über die Geschichte und Gegenwart der Demokratie erhalten.
Weitere Veranstaltungen dieser Reihe
Das Konzept der Ringvorlesung folgt deshalb einem dialektischen Ansatz: Zum einen werden die historischen Erfahrungen sowohl mit multiplen Krisen wie auch mit dem Innovationspotenzial demokratischer Gesellschaften beleuchtet. Zum anderen werden die auf Gegenwart und Zukunft ausgerichteten Fragen, etwa wie stabil und resilient Demokratien aufgestellt sind und welche Errungenschaften durch autoritäre Alternativen bedroht wären, analysiert. Eine entsprechende aktualitätsbezogene Reflexion dürfte helfen, dass die Studierenden und erweiterte Hörerschaft ein historisch fundiertes und sachlich informiertes Bild über die Geschichte und Gegenwart der Demokratie erhalten.
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