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DESCRIPTION:Dieser Vortrag bietet eine anthropologische Untersuchung der Praktiken im Zusammenhang mit dem bösen Blick (ayn) in muslimischen Gemeinschaften in Freiburg, Paris und Neapel. Er stützt sich auf eine einjährige ethnografische Studie, die auf Interviews mit Frauen und Männern mit maghrebinischem, türkischem, balkanischem und westafrikanischem Migrationshintergrund basiert. Obwohl die Untersuchung gemischtgeschlechtlich ist, liegt der Schwerpunkt auf Ritualen und Schutzgegenständen, die überwiegend von Frauen weitergegeben und verwendet werden: Amulette, rote Fäden, miniaturisierte Koranverse, rituelle Parfums oder numerische Anrufungen, die an spirituelle Figuren gerichtet sind, die im Heimatland geblieben sind. Diese Praktiken, die oft diskret sind und innerhalb der Familie weitergegeben werden, zielen darauf ab, schädliche Einflüsse fernzuhalten, aber auch Liebe, Erfolg oder Fruchtbarkeit zu fördern. Sie zeichnen eine pragmatische, emotionale und volkstümliche Spiritualität, die in den Traditionen der Migration verwurzelt ist. Im Hintergrund offenbaren sie eine geschlechtsspezifische Beziehung zum Heiligen, in der Verletzlichkeit auch zu Handlungsmacht wird.\n\nDieser Konferenz geht eine weitere Konferenz zum gleichen Thema voraus: „Weiblichkeit, Glauben und übernatürliche Eigenschaften“.
SUMMARY:Objets sacrés et regards blessants : femmes, mauvais œil et talismans en contexte musulman
CATEGORIES:Vortrag
LOCATION:MIS 02\, 2122\, Avenue de l'Europe 20\, 1700 Fribourg
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