22
JUIN 24
JUIN
JUIN 24
JUIN
Lebendige Tradition. Apostolische Überlieferung und rechtliche Praxis bei den Christen in Ägypten von der Spätantike bis in die Moderne
Colloque / Congrès / Forum, Journée d'études
Ouvert au grand public
22.06.2026 09:00 - 24.06.2026 13:00
Présentiel
Diese Konferenz wird im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten Projekts «Lebendige Tradition: Der pseudoklementische Oktateuch als historisches Dokument von der Spätantike bis ins arabisch-muslimische Mittelalter» (SNF-Projekt Nr. 215246) organisiert.
Die koptische Kirche Ägyptens hat die apostolischen Kirchenordnungen stets hoch geachtet und durch ihre Übersetzungen ins Koptische und Arabische altchristliche Texte vor dem Untergang bewahrt. Frühchristliche Kirchenordnungen wie das Testamentum Domini oder die Traditio Apostolica sind in ihrer Ursprungssprache Griechisch verloren gegangen, sind aber unter anderem in der Sammlung des Mönchs Makarius (14. Jahrhundert) in Arabisch erhalten geblieben.
Die Erschliessung der christlich-arabischen Übersetzungsliteratur befindet sich nach wie vor in einer Anfangsphase. In diesem Zusammenhang ist es von grosser Bedeutung, sich der Makariussammlung anzunehmen. Diese Überlieferung in Kombination mit der Parallelüberlieferung in anderen orientalischen Sprachen ist von entscheidender Bedeutung für die Rekonstruktion und das Verständnis des frühchristlichen Kirchenrechts.
Andererseits gilt es, die orientalischen Versionen frühchristlicher Kirchenordnungen als Texte ihrer Zeit zu interpretieren. Für die Kopten unter islamischer Herrschaft stellten die apostolischen Texte noch immer die Grundlage ihres Kirchenrechts dar. Die Übersetzung ins Arabische war dabei nicht nur eine Rezeption antiker Texte, sondern auch eine Adaption und Transformation innerhalb eines neuen islamischen Kontextes. Die vorliegenden Übersetzungen ins Arabische liefern demnach auch Hinweise auf das Verhältnis von Kopten und Muslimen im ägyptischen Mittelalter.
Die Konferenz will dieses Themenfeld unter drei Blickwinkeln untersuchen: unter historischen Fragestellungen, unter liturgischen und kirchenrechtlichen Aspekten sowie unter philologischen Fragestellungen.
Der zeitliche Horizont reicht dabei von der Spätantike bis in die Moderne, da die Kirchenrechtsquellen eine lebendige Tradition darstellen, welche die christlichen Kirchen verschiedenster Konfessionen während bald zwei Jahrtausenden geprägt haben.
Die koptische Kirche Ägyptens hat die apostolischen Kirchenordnungen stets hoch geachtet und durch ihre Übersetzungen ins Koptische und Arabische altchristliche Texte vor dem Untergang bewahrt. Frühchristliche Kirchenordnungen wie das Testamentum Domini oder die Traditio Apostolica sind in ihrer Ursprungssprache Griechisch verloren gegangen, sind aber unter anderem in der Sammlung des Mönchs Makarius (14. Jahrhundert) in Arabisch erhalten geblieben.
Die Erschliessung der christlich-arabischen Übersetzungsliteratur befindet sich nach wie vor in einer Anfangsphase. In diesem Zusammenhang ist es von grosser Bedeutung, sich der Makariussammlung anzunehmen. Diese Überlieferung in Kombination mit der Parallelüberlieferung in anderen orientalischen Sprachen ist von entscheidender Bedeutung für die Rekonstruktion und das Verständnis des frühchristlichen Kirchenrechts.
Andererseits gilt es, die orientalischen Versionen frühchristlicher Kirchenordnungen als Texte ihrer Zeit zu interpretieren. Für die Kopten unter islamischer Herrschaft stellten die apostolischen Texte noch immer die Grundlage ihres Kirchenrechts dar. Die Übersetzung ins Arabische war dabei nicht nur eine Rezeption antiker Texte, sondern auch eine Adaption und Transformation innerhalb eines neuen islamischen Kontextes. Die vorliegenden Übersetzungen ins Arabische liefern demnach auch Hinweise auf das Verhältnis von Kopten und Muslimen im ägyptischen Mittelalter.
Die Konferenz will dieses Themenfeld unter drei Blickwinkeln untersuchen: unter historischen Fragestellungen, unter liturgischen und kirchenrechtlichen Aspekten sowie unter philologischen Fragestellungen.
Der zeitliche Horizont reicht dabei von der Spätantike bis in die Moderne, da die Kirchenrechtsquellen eine lebendige Tradition darstellen, welche die christlichen Kirchen verschiedenster Konfessionen während bald zwei Jahrtausenden geprägt haben.
Quand?
22.06.2026 09:00 - 24.06.2026 13:00
Où?
Organisation
Intervenants
Organisationskomitee:
Franz Mali, Rocio Daga Portillo, Andreas Ellwardt, Daniele Grisoni, Alexey Morozov, Daniel Vaucher
Franz Mali, Rocio Daga Portillo, Andreas Ellwardt, Daniele Grisoni, Alexey Morozov, Daniel Vaucher
Pièces jointes
